H95 Raum für Kultur

KONZERT Quatro Vozes

Musik von Egberto Gismonti

Samstag, 14. November 2020, 20.00h

H95 Raum für Kultur, Türöffnung 19.00h, Eintritt frei – Kollekte

Das Quartett interpretiert die Musik des weltbekannten brasilianischen Komponisten Egberto Gismonti (*1947), eines Multi-Instrumentalisten, der in der zeitgenössischen Musik für Gitarre, Klavier und Orchester nach wie vor eine wichtige Rolle spielt. Die Musik Gismontis entspringt dem Herzen Brasiliens. Stilistisch basiert sie auf Volksliedern, -rhythmen und -tänzen, ist aber auch inspiriert von den Harmonien Ravels und Stravinskys. Sie bewegt sich im weiten Feld zwischen Jazz und Klassik und eröffnet damit den Aufführenden viel Spielraum für Improvisation. Das Projekt «Quatro Vozes» ist auch über Alexandre Gismonti, den Sohn von Egberto, der eine der beiden Gitarren spielt, mit diesem Werk verbunden. Alexandre versteht es, Licht auf die musikalische Sprache, die von Egberto entwickelt wurde, auf die Notation und die Geheimnisse der Interpretation zu werfen. Zusammen mit drei weiteren renommierten MusikerInnen wird das Ensemble zu einer musikalischen Einheit.

Dimitar Ivanov
10-saitige Gitarre
Alexandre Gismonti
6-saitige Gitarre
Noémy Braun
Cello
Pedro Martinez-Maestre
Kontrabass

Biografien

Dimitar Ivanov

kommt ursprünglich aus Bulgarien und nahm an vielen Wettbewerben teil und schloss seinen Master in Performance an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia ab. 2014 erhielt er sein Masterdiplom in Pädagogik am Konservatorium im Sion (CH) bei George Vassilev. Er spielt mit verschiedensten Formationen und an Festivals wie z.B. dem Cully Classique und Forum Wallis in Sion. Sein Konzertrepertoire umfasst zeitgenössische Komponisten, die sich von Balkan Musik inspirieren liessen. Vor ein paar Jahren führte ihn sein Interesse an brasilianischer und polyrhythmischer Musik dazu, sein Repertoire zu erweitern und 2018 ein neues Album (Quatro Vozes) mit Musik von Egberto Gismonti aufzunehmen.

Alexandre Gismonti

ist der Sohn des Multi-Instrumentalisten Egberto Gismonti, ein begnadeter Gitarrist und Komponist und konzertiert schon seit 1997; als Kind schon zusammen mit seinem Vater auf dessen Tourneen. Er nahm diverse CDs bei renomierten Labels auf und tourte mit dem Projekt «International Guitar Night» durch Grossbritannien, Kanada und die USA. Seine Musik ( wird an grossen Musikfestivals gespielt und im Jahr 2015 gewann er mit seiner Komposition «Na Pressão» den ersten Preis des «Mec and National Radio Music Festival». Als Interpret zählte man ihn schon 2004 zu den wichtigsten Brasilianischen Musikern und so wurde er für den «7th VISA Brazilian Music Award» nominiert. Zurzeit doktoriert er an der «Federal University of Minas Gerais» in Brasilien.

Noémy Braun

*1989 CH, studierte am Konservatorium in Neuchâtel und an der HEMU in Lausanne, wo sie 2013 ihr Masterdiplom in Interpretation erhielt. Sie bildet ihr vituoses Spiel seither in verschiedensten Masterklassen weiter und schloss 2017 erfolgreich ihr Musikdiplom ab, in der Klasse von Matt Haimovitz an der «Schulich School of Music, McGill in Montréal, Canada. Zurzeit doktoriert sie im Bereich der Musikinterpretation an der UdeM in Montréal bei Yegor Dyachkov. Sie spielte an verschiedenen grossen Musikfestivals in Kanada und wird bald bei der weltbekannten Musikerin Didem Basar residieren.

Pedro Martinez Maestre

*1981 in Elche ESP, startete sein Kontrabassspiel erst mit 21 Jahren. Nachdem er klassische Musik am Konservatorium in Barcelona studierte, spezialiserte er sich auf Jazz am renommierten Konservatorium «Del Liceu» und schloss dort 2012 seinen Bachelor ab. Er spielte bei Lynn Seaton in Texas USA und in vielen Masterklassen bei weltbekannten Kontrabassisten. Danach zog er in Die Schweiz um sich in zeitgenössischem Jazz und Weltmusik weiterzubilden und wurde zu einem gefragten Gastmusiker. Seine Vielseitigkeit und Neugier eröffnen ihm ein breites Spektrum an Musikstilen, von Klassik über Jazz zu einem lateinamerikanischen Repertoire und Balkan Musik. Pedro nahm 15 Alben auf und tourte durch mehr als 25 Länder in Europa und den USA. Dabei spielte er u.a. an Festivals wie dem Saelfenden Jazz Festival (AU), dem Montreux Jazz Festival (CH) und dem Paleo Festival (CH).