H95 Raum für Kultur

KONZERT TOMASZ KOWALCZYK TRIO

Freitag, 26. März 2021, 20.00h

H95 Raum für Kultur, Türöffnung 19.00h, Eintritt frei – Kollekte

Drei Freunde lernen sich im Jahr 2006 bei einem Jazzworkshop in Polen kennen und gründenspäter in Berlin ihre erste gemeinsame Jazzband. Das tktrio, das damals noch überwiegend aus Schülern im Teenagealter besteht, spielt noch im Gründungsjahr Konzerte in Berliner Jazzclubs und Konzertsälen. Schnell verlaufen sich jedoch die Wege. Das Studium sowie andere Lebensumständebringen die junge Band früh auseinander. Doch was verbleibt ist die Erinnerung an einengemeinsamen Sound, an die jugendliche Dynamik und eine Harmonie, die die Musiker damals vereinte. 10 Jahre und 1000 glückliche Zufälle später landen schliesslich alle Bandmitglieder in Norddeutschland. Und so knüpft das tktrio seit 2017 an die Energie aus der Berlin-Zeit an und kreiert seitdem einen neuen Sound – virtuose Klaviertriomusik, stets mit einem Fokus auf denmelodiösen Gesamteindruck, in dem nicht die einzelnen Bandmitglieder, sondern vielmehr der unverwechselbare Bandsound hervorsticht. So erlebt der Zuhörer ein grosses Ganzes im Stile des klangorientierten europäischen Jazz, wo die Dramatik der Gesamtkomposition im Vordergrund steht. Das tktrio macht ehrliche, handgemachte Musik, die auch Jazzneulinge in ihren Bann zieht.

Tomasz Kowalczyk
piano
Niklas Müller
double bass
Janosch Pangritz
drums
www.tktrio.com

KRAFTVOLL UND MELODIÖS In der Kellerbühne des E-Werks begeisterte das TKTRIO: So viel Beifall war selten {…} was Kowalczyk, Niklas Müller am Kontrabass und Janosch Pangritz am Schlagzeug ablieferten, war Modern Jazz vom Feinsten: zupackend, ausbalanciert, abstrakt und gegenständlich zugleich. Kompositionen mit hohem Wiedererkennungswert sind offenbar die Spezialität des Trios, das die Herkunft seines Lead-Pianisten aus Polen nicht verleugnen mag.

{…} Die Musik ist wunderbar melodisch, voller Melancholie und Lyrik und doch gleichzeitig temperamentvoll und energetisch fließend, was das Gefühl vermittelt, dass das Album sehr schnell zu Ende gehört ist und den Hörer dazu veranlasst, die Wiederholungstaste des CD-Spielers zu betätigen. Das Trio tritt als eine organische Einheit auf, mit einer offenbar fast telepathischen Koordination, die mitunter einfach erstaunlich ist. Der Gesamtklang unterscheidet sich deutlich von der klassischen Jazzpiano-Trio-Routine, indem Bass und Schlagzeug mit dem Klavier gleichberechtigt im Mix auftreten und sehr unterschiedliche Rollen übernehmen, anstatt lediglich eine rhythmische Begleitung für den Solisten zu bieten. {…} (Adam Baruch Einer der renommiertesten internationalen Kritiker für Jazz Produktionen)

Foto: Andreas Schmetzstorff

Biografien

Tomasz Kowalczyk

Tomasz Kowalczyk fing im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel an und genoss schon als Kind eine umfangreiche musikalische - zunächst klassische Ausbildung. War Mitglied im Knabenchor Berlin mit dem er über hundert Aufführungen in der deutschen Oper, der Berliner Philharmonie sowie diversen weiteren national und international renommierten Konzertsälen hinter sich hat. Mit 14 Jahren Jungstudent am Konservatorium “Julius Stern” der Universität der Künste in Berlin - zunächst im Fach klassisch Gesang und später im Fach Jazzklavier. Begann nach der Schule sein Vollzeitstudium am Jazzinstitut Berlin bei Hubert Nuss und bekam zusätzlich Unterricht bei Pianisten wie Giacomo Aula, Rolf Zielke oder Wojciech Niedziela. In Berlin war er Stipendiat der Yehudi Menuhin Stiftung, spielte Konzerte in diversen Jazzformationen u. a. im Tempodrom, dem Haus der Kulturen der Welt sowie vielen weiteren Konzertsälen und Jazzclubs. Nach dem Studiumverschlug es ihn nach Hamburg, wo er seitdem als Pianist - hauptsächlich als Bandleader seines Jazz-Klaviertrios tätig ist.

Niklas Müller

Niklas Müller war Jungstudent am Julius-Stern-Institut der UdK Berlin und studierte dort Kontrabass bei Prof. Sigi Busch, Christian von Kaphengst und Marc Muellbauer. 2009 begann er ein Studium am Jazz-Institut-Berlin bei Jazzbass-Legende Prof. Greg Cohen. Nebenbei nahm er Unterricht beim ehm. Solobassisten der Berliner Philharmoniker Klaus Stoll, um anschließend 2012 ein Klassikstudium an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Jörg Linowitzki zu beginnen. Niklas Müllerspielte bis dahin in vielen Jazz Duo und Trio Formationen auf den Jazz Bühnen von Berlin. Mit dem Klarinettist Zilvinas Brazauskas spielte er Konzerte unter anderem bei der Yehudi Menuhin Stiftung. Einige Projekte brachten ihn mit namhaften Musikern zusammen wie Ack van Royen, Joey Baron, Prof. David Friedman, Susan und Martin Weinert etc. In klassischen Konzerten war er bis jetzt unter anderem auf der 13. Lübecker Klarinettennacht von Prof. Sabine Meyer und Prof. Reiner Wehle solistisch zu hören. In Orchestern aus Berlin und Norddeutschland spielte er unter internationalen Dirigenten wie John Axelrod, Alpaslan Ertüngealp, Ton Koopman, Helmuth Rilling, Igor Budinstein etc.

Janosch Pangritz

Janosch Pangritz studierte Jazzschlagzeug an der ”Hochschule für Musik und Theater” Hamburg und an der “Academy of Music and Dramatic Arts Southern Denmark” Odense / Dänemark. Stipendiat der Stiftung “Yehudi Menuhin e.V.” im Programm “Live Music Now”. Gewann u. a. den ersten Preis beim “European Jazz Contest” in Italien mit der Band Jazzpocalypse. Führte die musikalische Leitung sowie Solo-Performance beim Stück “Horror Vacui” am “Deutschen Schauspielhaus” Hamburg und war Komponist und musikalischer Leiter im großen Haus des Thalia Theaters bei den Lessingtagen 2016. Unternahm Studienreisen nach Indien, um Unterricht bei Rajeev Devastali / Pune und am “Karnataka College of Music” bei T.A.S. Mani / Bangalore zu nehmen. Janosch hat in verschiedenen Gruppen und Projekten mit internationalen Größen wie Joe Gallardo und Nils Landgren gespielt. Ertrat auf in verschiedenen Jazzformationen auf Festivals wie Jazz Sur Son 31 (Toulouse), Le Guess Who (Utrecht), Roma Jazz Festival, Slany Jazz Festival sowie in Hamburg Elbjazzfestival, Reeperbahnfestival, Eigenarten Festival etc.