H95 Raum für Kultur

SALON Seconds Before Becoming Daisies

Samstag, 12. Dezember 2026, 20:00

H95 Raum für Kultur, Türöffnung 19:00, Eintritt - Beitrag nach Möglichkeit, Richtsatz CHF 20.- bis 60.- (nur Bargeld)

Duo Rinaldi – Tanasini Akkordeon und Gambe

Eine ungewöhnliche Kombination von Instrumenten um das letzte grosse Abenteuer von uns allen zu erkunden: den Tod. Verschiedene Repertoires: Barock, zeitgenössisch, traditionell. Wie die Musik, die es komponiert, hat auch das Konzept des Programms einen Entwicklungsprozess durchlaufen: Während unser Leitthema ursprünglich der „Tod“ war, hat sich unser Fokus nach und nach ausgeweitet. Zu den frühen Trauermusiken des französischen Barock kamen immer mehr Stücke hinzu, die sich nicht explizit auf den Tod beziehen, sondern eher metaphorisch auf den Übergang, die Verwandlung, die Zyklizität. Das Thema verdünnte sich in der Musik bis zu dem Punkt, an dem es sich zwischen den Noten des Programms versteckte, in einer manchmal ironischen, manchmal melancholischen, aber nie didaktischen Reflexion über eine der wenigen Erfahrungen, die uns alle ausnahmslos verbindet.

Biografien

Michelangelo Rinaldi

Michelangelo Rinaldi wurde 1974 in Modena geboren. Ein Musiker mit breitgefächerten Interessen, Polyinstrumentalist, er hat seine Diplome in Klavier(mit Auszeichnung) und Oboe in Lucca, in Hammerflügel an der Schola Cantorum Basiliensis, und in freier Improvisation (mit Auszeichnung) an der Basler Musikhochschule abgeschlossen. Zusätzlich hat er in Lucca sechs Jahre Komposition studiert. Unter seinen Lehrern waren R. Bottai, B. Petrushanskij, A. Lonquich, P. Badura-Skoda, E. Torbianelli, K. Bogino, P. Pollastri, W. Fähndrich. Neben einer regelmässigen Konzerttätigkeit als klassischer Musiker spielt er oft zeitgenössische Musik. Mit dem Ensemble “Il Teatro del Faro” hat er in diversen Produktionen grosser Radiosender gespielt (RAI, ORF, SFB, ABC, Deutschland Radio, Polskie Radio, u.s.w.). Er hat mit dem “Centro per le Tecnologie Sonore” des Consorzio Pisa Ricerche und mit dem “Elektronischen Studio Basel” zusammengearbeitet. Seine Musik wurde in New York, Langenberg, Basel und in vielen Städten der Toskana aufgeführt. Seit mehreren Jahren widmet er sich der Volksmusik. Er ist Teil von drei Formationen dieses Repertoires: “La Banda Ki”, “Ensemble Estovèst” und “Voccadoro”. Diese Leidenschaft hat dazu geführt, das er sich verstärkt mit Volksinstrumenten beschäftigt (Bombarde, Flöten, Akkordeon, Didgeridoo, Percussion). Darüberhinaus spielt er Alte Musik auf Originalinstrumenten: Pommer und Portativorgel mit dem Ensemble “Mediva”, Barockoboe und Cembalo mit dem Ensemble “Il Bacio”. Mit den Brüdern Paolo und Andrea Pandolfo gründete er das Projekt “Kind of Satie”, das sich an der Grenze zwischen Barock, Zeitgenössischem und Jazz bewegt und unter anderem eine CD bei “Glossa” veröffentlicht hat. Mit der einen oder anderen seiner Gruppen spielt er regelmässig in der Schweiz, Deutschland, England, Italien und Österreich. Er hat auch in Belgien, Holland, Slovenien, Kroatien, Frankreich, Kanada und Guatemala gespielt. Er ist der Organist und Chordirigent der Italienisch-katholischen Kirche Basel.

Giulio Tanasini

Nach seinem ersten Abschluss als Kontrabassist in Italien studierte er Viola da Gamba unter der Leitung von Paolo Pandolfo an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er zwei Master of Arts in Performance und Specialized Performance erwarb. Er spielt beide Instrumente und hat unter anderem mit Künstlern wie Amandine Beyer (Gli Incogniti) und Evangelina Mascardi (Il Pegaso Ensemble) zusammengearbeitet. Er ist erster Kontrabassist des Los Elementos Ensemble, mit dem er in einigen der wichtigsten Konzertsäle Europas aufgetreten ist. Er ist Teil des Ensemble Ballarte, in dem er Gambe spielt und alternative Formen der interdisziplinären Aufführung erforscht, indem er barockes Repertoire und zeitgenössisches sowie Tanz und Theater mischt. Er arbeitet regelmässig als Gambist mit der Komponistin Francesca Gaza in ihrem Kugelförmigkeit Ensemble. Seit 2023 arbeitet er als Autor für die interdisziplinären Originalwerke des BallArte Ensembles.

Als Solist entwickelte er Programme wie „The Invisible Cities“ , die auf mehreren Festivals in Europa aufgeführt wurden (BallArte Festival, Flimsfestival, Altrisuoni, Combin en Musique, ModulAzioni…). Im Jahr 2024 spielte er ein Solokonzert („Musica Reservata“) auf der Musikbiennale (Venedig), das von Barock bis zu zeitgenössischer Musik reichte. 2025 war er Darsteller und Regisseur der Show „Transhumancias“ , immer produziert vom Ballarte Ensemble (Basel).