H95 Raum für Kultur

SZENE imaginarium frame & Androgynous

Tanz-Doppelabend

Freitag, 8. Februar 2019 – Samstag, 9. Februar 2019, Fr und Sa jeweils um 20.00h

H95 Raum für Kultur, Türöffnung 1h vor Beginn, Eintritt frei – Kollekte

An diesen zwei Abendenden erwarten Sie zwei sehr unterschiedliche Tanzstücke.

Zum einen schafft Manel Salas in seinem Solostück IMAGINARIUM FRAME eine ungewohnte Nähe zum Publikum, indem er sich inmitten der Zuschauer bewegt, sie so in seinen Tanz mit einbezieht und zu einem Teil der Performance werden lässt.

Und zum andern erleben Sie, wie sich in ANDROGYNOUS zwei Wesen begegnen im Spiel von Anziehung und Abstossung, umrauscht von Musik und eingebettet in bewegten Bildern.


IMAGINARIUM FRAME

ANDROGYNOUS


Manel Salas
Tanz (imaginarium frame)
Karolin Stächele
Choreographie und Tanz (Androgynous)
Nadine Jundt
Tanz (Androgynous)

Teil 1 IMAGINARIUM FRAME

Manel Salas Palau – Tanz solo

Der Tänzer Manel Salas schafft einen ungewohnten Rahmen, in dem Publikums- und Bühnenraum ein und dasselbe sind. Manel Salas tanzt zwischen den Zuschauern hindurch und bezieht sie in sein Stück ein. Dadurch bleiben sie nicht nur Zuschauende, sondern werden Teil der Szenerie / des Frames und die Nähe des Tänzers zum Publikum führt zu einer neuen Erfahrung vom Körperlichkeit im gemeinsamen Raum. Salas lässt sich von den in seinem Rahmen stehenden Figuren inspirieren, er knüpft Kontakte, tanzt assoziativ von einem Gedanken zum nächsten. Es geht ihm um Begegnung und um seine eigenen Imaginationsräume, die durch diese Begegnungen angeregt werden. In «Imaginarium Frame» entsteht Ungewohntes, Poetisches trifft auf Absurdität, Zerbrechlichkeit auf die Kraft des Tanzes. Bewegung und Statik prallen aufeinander. Dabei entstehen neue Atmosphären, in der sich die zwei Elemente durchdringen und begegnen.


Teil 2 ANDROGYNOUS

Dagada Dance Company: Karolin Stächele und Nadine Jundt – Tanz
DJ URTE – Musik | Immanuel Calvin Herchenbach – Visuals

Eine Tanzperformance mit zwei Wesen, die sich treffen, sich spiegeln, teilen, die Mann sein wollen, die Frau sein wollen. Verletzt, fragil, verhüllt trifft auf mutig, stark und unterkühlt. Es ist ein Spiel um die Vereinigung von zwei Polen in einem Körper und die gleichzeitige Zerspaltung der Körper im Rausch von Liebe und Macht. Mal zärtlich sich anziehend, mal heftig kämpfend, stossen sie an ihre Grenzen und gelangen schlussendlich dorthin zurück wo sie herkamen: in ihrem eigenen Körper umflutet von rauschendem Blutrot.

Biografien

Manel Salas Palau

(*1980) aus Barcelona begann seine Karriere mit Hip Hop und Physical Education. Als Tänzer, Choreograf und Lehrer arbeitete er bereits in verschiedensten Bereichen und kreierte eigene Stücke vor seiner Ausbildung als zeitgenössischer Tänzer bei Codarts, Rotterdam Dance Conservatory. Seither ist er als Tänzer mit verschiedenen Gruppen und Projekten in Europa und weltweit auf Tourneen. Unter anderem mit David Zambrano, Editta Braun, Angels Margarit - Mudances cie, Arno Schuitemaker, Cobosmika company, Ramon Oller - Metros cia, Jens Biedermann, Vloeistof, Cie Prototype Status Vevey - Jasmine Morand, Color company etc.

Karolin Stächele

trainierte bei TIP – der Freiburger Schule für Tanz, Improvisation und Performance (2009-2011). Seit 2013 arbeitet sie freischaffend als Tänzerin, Performerin, Choreografin und Tanzdozentin (2015: 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Rauskommen! Der Jugendkunstschuleffekt“; 2018: Innovationspreis Soziokultur, BKM-Preis Kulturelle Bildung, Sonderpreis Zübliner Kulturtage). 2014 gründete sie die DAGADA dance company mit ihrer ersten abendfüllenden Arbeit „loser“ (weitere Produktionen: „GRENZLAND“ 2015, „conflict“ 2016, „radical matter“ 2016, „the BLOB“ 2017, “Androgynous” 2017). 2018 kreiert sie im Kollektiv das interdisziplinäre Stück „T.“ für das Freiburg-Festival (Produktion E-Werk Freiburg). Ihre Arbeiten zeigte Karolin u. a. in Freiburg, Offenburg, Berlin, Basel/Schweiz, Brest/Frankreich und Haarlem/Niederlande. Aktuell arbeitet sie an der Produktion „MYTH“ ein abendfüllendes Tanzstück mit fünf TänzerInnen und einem Musiker zum Thema Hingabe. 2017 erhält sie die dreijährige Konzeptionsförderung der Stadt Freiburg.

Nadine Jundt

(CH, *1985) qualifizierte sich an der TIP – Schule für Tanz, Improvisation und Performance in Freiburg. Sie kommt aus Basel und hat unter anderem als Bewegungslehrerin, Pilates-Trainerin und freischaffende Tänzerin in Freiburg und Basel gearbeitet. Sie ist daran interessiert, klassische Tanzlehren zu brechen in dem sie etablierte Elemente verwendet, um neue Flexibilität zu erlangen. Sie kombiniert oft Kampftechniken mit Tanz und arbeitet mit den daraus resultierenden Energien.